Zusatzinformationen

Fachtagung Erneuerbare Energien und Landentwicklung, 13. November 2014, im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin

Pressemitteilung der ArgeLandentwicklung vom 13. November 2014

Die Fachtagung "Erneuerbare Energien und Landentwicklung" der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Landentwicklung (ArgeLandentwicklung), die zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veranstaltet wurde, beschäftigte sich mit Strategien der Landentwicklung zur Umsetzung der Energiewende.

"Wir stecken mitten in der Energiewende und haben alle die Aufgabe, zu ihrem Erfolg beizutragen", sagte der Vorsitzende der ArgeLandentwicklung, Hartmut Alker, bei der Veranstaltung am 13. November 2014 in Berlin. Interessierte aus ganz Deutschland informierten sich über die vielseitigen Möglichkeiten und Instrumente der Landentwicklung zur Umsetzung der Energiewende.
"Die ländlichen Regionen nehmen hinsichtlich der erneuerbaren Energien eine Schlüsselposition ein: Sie sind Standort für dezentrale Energieerzeugung sowie für die Netzinfrastrukturen. Dabei kann die Landentwicklung eine optimale Landnutzung herbeiführen. Sie unterstützt somit die Energiewende und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei", so Alker weiter. Mit den Landentwicklungsinstrumenten würden maßgeschneiderte Lösungsstrategien für einen zukunftsfähigen ländlichen Raum entwickelt.

In der Fachtagung wurden Strategien und Beispiele für

  • Energieeinsparung
  • Energieerzeugung
  • Energiespeicherung
  • Energietransport
  • Schaffung regionaler Wertschöpfungen
  • Bürgerbeteiligung

mittels der Landentwicklungsinstrumente Flurbereinigung, Integrierte Ländliche Entwicklungskonzepte, Regionalmanagement, Dorfentwicklung und LEADER vorgestellt.

Nur gemeinsam kann die Energiewende umgesetzt werden

Es wurde deutlich, dass die Umsetzung der Energiewende Chancen aber auch Konflikte mit sich bringt. Die entstehenden Konkurrenzen, beispielsweise um die Flächen oder im Bereich Naturschutz, können mit Unterstützung der Landentwicklung entschärft werden.
Diese Konkurrenzen haben ihren Ursprung oftmals in zu geringen Abstimmungen. In Flurbereinigungen und bei der Erarbeitung von Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepten beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger aktiv am Neugestaltungsprozess und die betroffenen Behörden und Vereinigungen stimmen sich ab. So können alle gemeinsam unter Moderation der Landentwicklungsverwaltung oder einem Planungsbüro ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept entwickeln. In diesem Rahmen sind Eigentumsstrukturen der Grundstücke mittels Bodenordnung veränderbar und rechtliche Regelungen möglich. Darüber hinaus werden investive Maßnahmen, beispielsweise neue Zuwegungen, gefördert. Landentwicklung gestaltet den ländlichen Raum zukunftsfähig und steigert damit die Wertschöpfung.

Die ArgeLandentwicklung setzt sich für einen starken ländlichen Raum ein

Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Landentwicklung wurde bereits am 5. November 1976 durch Beschluss der Agrarministerkonferenz gegründet. Baden-Württemberg hat den Vorsitz von 2014 bis 2017 inne. Vorsitzender ist Hartmut Alker, Leiter der Abteilung Ländlicher Raum, Landentwicklung und Geoinformation im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.
Die Arbeitsgemeinschaft hat in diesem Jahr aufgrund eines Arbeitsauftrages der Agrarministerkonferenz ein Strategiepapier zum Thema "Erneuerbare Energien und Landentwicklung" erstellt, mit dem sich die Agrarminister am 5. September dieses Jahres in Potsdam befasst haben. Es wurde nochmals darauf hingewiesen, dass zur Umsetzung der Energiewende die Instrumente der Landentwicklung gut geeignet sind und die Möglichkeiten der Flurbereinigung bei der Flächenbereitstellung umfassend genutzt werden sollten.

Generell hat die Arbeitsgemeinschaft die Aufgabe, die Landentwicklung fortzuentwickeln und sich neuen aktuellen Bedürfnissen anzupassen. "Bei der nachhaltigen Landentwicklung der Zukunft stehen daher die Stärkung der Eigenkräfte im ländlichen Raum durch aktive Bürgerbeteiligung an erster Stelle", betonte Alker. Die Arbeitsgemeinschaft habe zudem die Aufgabe, die Planung und Durchführung von Vorhaben der Landentwicklung durch rechtzeitige gemeinsame Behandlung der allgemeinen und grundsätzlichen Angelegenheiten zu fördern.

Hintergrund:
Das Programm mit Links zu den Präsentationen sowie die Tagungsdokumentation sind im Internet abrufbar.

Grundlage für die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft sind die von ihr aufgestellten "Leitlinien Landentwicklung - Zukunft im ländlichen Raum gemeinsam gestalten". Darüber hinaus werden zu aktuellen Themen, wie der Energiewende oder der Hochwasservorsorge, Strategiepapiere erstellt. Die Leitlinien, die Schriftenreihe der ArgeLandentwicklung mit den aktuellen Strategiepapieren sowie weitere Informationen rund um die Landentwicklung sind im Internet unter www.landentwicklung.de abrufbar.

Impressionen von der Fachtagung

Fotos: BLE, Steffen Zimmermann


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